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Die Intelligenz der Hände

Inhalt

Die Intelligenz der Hände. Analoge und digitale Architekturdarstellung in der zeitgenössichen Entwurfsmethodik
Autor: Dr.-Ing. Friedrich Maximilian Wilhelm Fischer; Prüfer: Prof. Dr.-Ing. Albert Schmid-Kirsch 

 

Die Fertigkeit des Handzeichnens greift auf die Intelligenz der Hand zurück, Raum zu erschließen und zu erschaffen. Die vorliegende Forschungsarbeit geht dialektisch vor und zielt hierbei auf eine Synthese zwischen unvereinbar scheinenden Widersprüchen: hier virtuell, da materiell. Von einem hermeneutischen Ansatz ausgehend, wird ein Zirkel geschlagen von eigener Erfahrung mit analoger und digitaler Darstellung über eine literaturbasierte Erarbeitung des Themas bis zu einer anschließenden Reflexion.

 

Ausgangslage ist hierbei die Beobachtung einer zunehmenden Legitimationsproblematik händischer Architekturzeichnung. Dies ist der Anlass, ihr Potential und ihren Stellenwert im Kanon des architektonischen Handwerkzeugs des beginnenden 21. Jahrhunderts zu erörtern. Als grundlegende Hypothese dient die Annahme, dass der händische Zeichenvorgang aufgrund der direkten Verbindung von Hand, Auge und Kopf entwerferische Qualitäten aufdeckt und damit ganz eigene erkenntnisbildende Wertigkeiten in sich trägt. Diese sind nicht nur für die Darstellung von Raum an sich, sondern auch maßgeblich für das Verständnis von Raum und somit für das Maß an autonomer Entwurfsfähigkeit des Architekten von großer Bedeutung – in einer Gesellschaft, die sich dem genuinen Gebrauch der Hand entfremdet.

 

Die vorliegende Arbeit versteht sich demnach weder als Sachbuch des Zeichnenlernens noch als apodiktischer Appell zum Handzeichnen, sondern soll klären, welchen Beitrag die benannten Darstellungstechniken zu den ureigenen Kompetenzen des Architekten leisten: Raum zu erdenken und zu erschaffen.